Die SPD-Fraktion Meckenheim begrüßt, dass die Stadtverwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 17. September 2026 einen Verkehrsversuch mit einer sogenannten Schulstraße vorstellen wird. Im Bereich der Schützenstraße soll der motorisierte Verkehr zu den Hol- und Bringzeiten zeitweise eingeschränkt werden. Ziel ist es, das unmittelbare Schulumfeld sicherer zu machen und Kindern mehr Raum für einen sicheren Fuß- und Radweg zu geben.
Der Handlungsbedarf ist seit Langem bekannt. Bereits im August 2023 beantragte die SPD-Fraktion, geeignete Drop-off-Zonen rund um die Meckenheimer Grundschulen und das Schulzentrum zu prüfen. Damit sollten die morgendlichen Verkehrsprobleme und gefährlichen Situationen durch haltende und parkende Elterntaxis entschärft werden.
In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am 19. Oktober 2023 wurde dieser Antrag jedoch mehrheitlich abgelehnt. Gegen die SPD-Initiative stimmten CDU, Bündnis 90/Die Grünen und UWG; die BfM enthielt sich. Das Abstimmungsergebnis lautete: drei Ja-Stimmen, zehn Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.
„Wir freuen uns, dass die Verwaltung den Handlungsbedarf nun aufgreift“, erklärt Stefan Pohl, Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Die Erkenntnisse aus dem Fußverkehrs-Check Ende August bestätigen, was wir bereits 2023 auf die Tagesordnung gesetzt haben: Der Hol- und Bringverkehr vor den Schulen braucht konkrete Lösungen. Kinder müssen sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen können.“
Die nun geplante Schulstraße ist ein wichtiger erster Schritt. Sie geht sogar über den damaligen SPD-Antrag hinaus: Während Drop-off-Zonen sichere Haltepunkte außerhalb des unmittelbaren Schuleingangs schaffen sollen, hält eine Schulstraße den Autoverkehr zu den kritischen Zeiten direkt aus dem Schulumfeld heraus.
Die SPD-Fraktion wird den Verkehrsversuch konstruktiv begleiten und erwartet eine sorgfältige Auswertung. Bei Erfolg müssen vergleichbare Maßnahmen auch für weitere Schulstandorte in Meckenheim geprüft und umgesetzt werden.